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Mittwoch, 22. April 2020

Kennst Du schon den "Tinder-Effekt"?

Anders wie früher, sucht sich heute der Mensch das Unternehmen aus, das am besten zu ihm und seinen Lebenszielen passt.

Fluktuation, Krankenstand und Bespaßung

Die Personalabteilungen derzeit schieben das schnelle Wechseln von Jobs und Arbeitgeber, das Kommen und Gehen in den Unternehmen den jüngeren Generationen “why” und den “Millennials”, den Unentschlossenen und Unbeständigen – in die Schuhe. Auch die verschiedensten Veränderungen wie Umwelt-, Bewusstseins- oder Kultur- machen sie dafür verantwortlich und geben sich achselzuckend geschlagen, bzw. probieren weiterhin ihr Glück mit dem Erfinden ausgefallener “Goodies”, die Mitarbeiter anlocken, sie von der Konkurrenz abwerben und binden soll.

Diese halten aber nur kurzfristig bei Laune und die Kosten für Bespaßung, Fluktuation, Abwesenheiten und unmotivierten Zeit-Absitzern” steigen weiterhin.

Lerne den “Tinder-Effekt” kennen

Der eigentliche Übeltäter ist nämlich der “Tinder-Effekt”. Tolle Profilbilder, die richtig anmachen: attraktiv, sportlich, gesund, immer gut gelaunt, intelligent, erfolgreich, unternehmungslustig und offen. “Egal wer du bist, lerne mich kennen und lass uns zusammenbleiben”, so verspricht der Text. Auch das erste Date läuft ganz ok. Oberflächliches Geplänkel, eigentlich war die Sache schon vorher klar. Mr. Tinder will jede und wer nicht all zu anspruchsvoll ist, geht darauf ein. Aber nicht für lange.

Unternehmen, die auf den “Tindereffekt” setzen, mögen erst viel Aufmerksamkeit und viele Bewerber haben, erhöhen aber langfristig ihre Fluktuationsquote, ihren Krankenstand und die Anzahl der unmotivierten Mitarbeiter die sich ziemlich ver..äppelt… vorkommen. Außerdem ist die Qualität der Bewerber fraglich.

Wie könnte es anders gehen?

“Alles beginnt bei dir”

Eine Organisation muss sich im ersten Schritt mit sich selbst auseinander setzen. Mit der Bewusstwerdung des sich selbst. Und dabei ist nicht die Frage gemeint, “wie möchte ich von außen gesehen werden”?

Es sind tiefe Fragen, die Ruhe und Zeit in der Beantwortung brauchen, Fragen wie:

Wer bin ich wirklich?

Wozu gibt es mich (außer der Wirtschaftlichkeit)?

Was macht mich aus?

Was will ich wirklich?

Habe ich die antworten darauf gefunden, kommt ganz automatisch die Frage, “Wer passt zu mir?”

Das ist dann nicht mehr die breite Masse. Nur einige wenige bleiben übrig und auch diese werden sich die gleichen Fragen stellen.

Selbsterkenntnis gibt Klarheit, Fokus auf das Wesentliche und ist einfach effizient.

Unternehmen die sich mit sich selbst, Ihrer Existenz und Ihrem Sinn in der Tiefe auseinandersetzen, schaffen einen magnetischen Effekt, der geeignete Mitarbeitende anzieht und hält und die unpassenden abstößt. Das gleiche passiert mit Kunden, Kooperationspartner etc.

Werde dir klar über dich und richte dich danach aus.

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