01.07.2020

Ein Unternehmer ist auch (nur) ein Mensch

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Wie der junge Unternehmer durch neues Denken Erfüllung findet

Der junge Unternehmer von heute will alles auf einmal, scheitert aber meist an veralteten Denkmustern, die ihn immer noch prägen.

„Selbst und ständig“ – „Schaffe, schaffe, Häusle baue“ – „ohne Fleiß kein Preis“ – „wenn man nicht alles selber macht“… - „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“


Junge Menschen möchten alles: Ein erfülltes Leben führen, starke Kinder groß ziehen, in einer glücklichen Partnerschaft leben. Die Welt bereisen, Auslandserfahrung, enge Freundschaften pflegen. Ihre Träume erfüllen, sinnvoll, glücklich und erfüllt durch das Leben gehen und Selbstbestimmung im Beruf finden z. B. durch ihr eigenes Business.

"Ich bin dann mal weg!"

Stell dir vor, du reist mit deiner Familie für drei Monate mit dem Camper durch Kanada und dein Unternehmen läuft weiter, ohne dich. Keine panischen Anrufe, keine Entscheidungen, die du irgendwo im Urwald dringend treffen musst, kein Kontrollanruf, kein schlechtes Gewissen,  du weißt, deine Leute wuppen das – in deinem und eurem Sinne.

Ein Traum? Keinesfalls. Immer mehr junge Unternehmer zeigen, wie Unternehmersein wirklich geht. Und wir reden hier nicht von kleinen 3-Mann Start-ups, sondern von mittelständischen Unternehmen aller Branchen.

Mensch-sein oder Unternehmer-sein

Es muss die Entscheidung zwischen Mensch-sein und Unternehmer-sein getroffen werden!
Ein Leben als Angestellter ist ein gutes Leben: Gelegentliche Sabbaticals, Home-Office, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Work-Life-Balance, 6 Wochen bezahlter Urlaub, Absicherungen fürs Alter, für Krankheitsausfall, Unfall etc., Auslandseinsätze für Reiselustige, ein sicheres Gehalt, Firmenwagen, Rabatte, Goodies, Mittagessen, kostenloser Kaffee, Freizeitangebote, ein „Well-Being-Manager, ein Familienbüro, falls mal alles schiefläuft mit der Kita, Ausflüge, kostenlose Weiterbildungen, internes Coaching...

Dagegen scheint das Leben eines „selbst und ständigen“ Unternehmers nicht sonderlich attraktiv: Sobald Menschen beschäftigt werden, müssen diese rund um die Uhr kontrolliert, delegiert, motiviert, angetrieben werden und alle Entscheidungen selber getroffen und deren Konsequenzen getragen werden. Tag und Nacht die Verantwortung für die Zukunft der Belegschaft auf der Schulter, Kundenakquise, die Bürokratie, Steuerlasten, Banken, Belegschaftsausfall, unvorhersehbare Störungen im Markt, Krisen – Mit Spaß, und Erfüllung hat das wenig zu tun.

Wie oft habe ich durch Unternehmertum Beziehungen brechen, Psychen kaputtgehen, Freunde entzweien, Familien entfremden, Träume begraben, Freiheiten aufgegeben, Sinnlosigkeit gefeiert und Charakter verändern sehen.

Ist das wirklich der Preis, den Mann und Frau für den Traum ihrer Selbständigkeit bezahlen muss?

"Manager" bedeutet abrichten und dressieren

Eine Idee, mit Fremdgeld groß zu machen ist einfach – ein Unternehmen mit Menschen zu führen, herausfordernd.

Unsere jungen Leute sind nicht blöd: Die einen begeben sich in den sicheren Hafen des bequemen Angestelltenseins und die anderen vermarkten ihre Kreativität und ihren Enthusiasmus in einem Start-up mit fremden Geldern und verkaufen alles bevor es anstrengend wird.

Das Wort „Manager“ kommt aus dem Zirkus von Manege und bedeutet „abrichten“, „dressieren“

Altes Denken aus Zeiten der Industrialisierung prägen uns. Junge Talente, die Unternehmen gründen möchten, bilden sich in renommierten Bildungseinrichtungen weiter, jedoch mit Stoff und Inhalten, die längst veraltet und wirkungslos sind:

Führung im alten Denken ist wirkungslos, Mitarbeiterbindung und -motivation hat sich auf den Kopf gestellt. Oben wird gedacht, unten wird gemacht, funktioniert in der Wissensgesellschaft nicht mehr. Menschen zu etwas zu motivieren, bei dem sie selbst keinen Sinn sehen, funktioniert auch nicht mehr. Geld gegen Lebenszeit – diese Zeiten sind vorbei. Wer so sein Unternehmen führen möchte, hat es verdammt schwer. Ein erfülltes Leben dabei zu leben und sich selbst treu zu bleiben, ist kaum möglich.

New York  New Mind 

Die Weiterentwicklung unseres Bewusstseins als Basis und ein übergeordneter Sinn als Richtung.

Neues Denken muss her: Ein Denken weg vom Haben, hin zum Sein, weg vom Ich und die anderen, hin zum Wir, weg vom Glitzern, hin zum Strahlen, weg vom Konkurrenz-denken, hin zu Netzweken und Synergie-bilden, weg von abhängig-machen und klein-halten, hin zum erfolgreich, stark und groß machen.

Dich interessiert, wie das für dich, und deine Teams aussehen könnte? Lass uns darüber sprechen.