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Wednesday, October 21, 2020

Die gemeinsame Vision als Chefersatz

„Die Welt ist voller…“

Beende folgenden Satz ohne lange nachzudenken:

„Die Welt ist voller…“

Woran hast du als erstes gedacht?

Über 70% aller Deutschen beenden diesen Satz mit „Idioten“, gefolgt von „Probleme, Gefahren, A..löcher, Herausforderungen.“. Fragt man Kinder die gleiche Frage, hört man Antworten wie „Farben, Möglichkeiten, Ideen, Träume.“ Was ist mit uns auf dem Weg des Erwachsenwerdens passiert?!

Stell dir vor, du nimmst dir heute fest vor, möglichst keinem Idioten zu begegnen. Wer wird dir höchst wahrscheinlich zu Hauf begegnen? … genau. Das gleiche passiert, wenn du keinesfalls mit den Skiern in den einen Baum fahren möchtest. Du wirst ihn so fixieren, dass du gar nicht anders kannst als in ihn zu fahren.

Wohin wir unseren Fokus richten, dorthin werden wir gehen, ob wir wollen oder nicht. Dieses Prinzip einmal verstanden ist ein wichtiger Schritt zur Bewusstseinsenwicklung. Dass ich für meine Welt in der ich lebe selbst verantwortlich bin und meine Welt durch meine eigene Scheibe sehe – ob rosa, grau oder leicht verzerrt, das ist Grundlage von Persönlichkeitsentwicklung. Dieses Verstehen verändert uns, unsere Kommunikation und unseren Umgang mit unseren Mitmenschen. Wir beginnen Brücken zu bauen, wo wir vorhin Mauern gebaut haben.

Schon Pipi Langstrumpf wusste es…

Wie die schlaue Pipi einst sagte„…ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Viel zu oft hängen Menschen leidend in der Opferrolle fest und verstehen nicht wie machtvoll und selbstbestimmt sie eigentlich wären, hätten sie das Wissen und die Methoden dazu.

Uns auf das Leben vorzubereiten, das ist Aufgabe von Elternhaus und Schule. Doch unseren Kindern wird gelehrt Wurzeln zu ziehen und zu braven Konsumenten heranzuwachsen, während sich ihre Eltern mit Geldverdienen und -ausgeben beschäftigen.

So leben wir in einer Gesellschaft, die nie gelernt hat erwachsen zu werden. Denn kaum aus dem Elternhaus heraus, werden Papa und Mama durch Chef und Sekretärin ersetzt oder eine Instanz höher, durch Papa Staat. Eigenständiges Denken, Verantwortung anzunehmen, Entscheidungen zu treffen und die Konsequenzen dafür zu tragen, warum auch, wenn mir das abgenommen wird?

Doch wir belügen uns selbst. Denn wer möchte freiwillig ein Leben lang bevormundet, enteignet, ungefragt und willenlos bleiben? Menschen möchten sich entwickeln und erwachsen werden, wissen aber nicht wirklich wie. Denn wer gibt mir Halt und Richtung, wenn ich Papas Regeln nicht mehr habe? Wie weiß ich was richtig und falsch für mich ist, wie treffe ich meine Entscheidungen und wie kann ich mit Fehlentscheidungen und Rückschlägen umgehen, wenn keiner mehr da ist, der die Verantwortung dafür übernimmt?

Der Stern am Himmel als Richtungsgeber

Kennst du diese Geschichte von Napoleon? Er wurde von einem General angepöbelt, er wäre so hochnäsig, worauf Napoleon das Zelt weit öffnete, mit einer ausladenden Geste über das weite Feld zeigte und den General fragte: „ Mein General, sagen Sie mir, was sehen Sie?“ Dieser stapfte genervt heran und sagte, „Was soll ich schon sehen?! Wolken natürlich!“. Napoleon antwortete:“ Sehen Sie, und hinter den Wolken ist mein Stern.“

Eine Vision zu haben, als Mensch, als Unternehmer, als Team, ist „wie die Sonne im Gesicht und Rückenwind“ – Zitat von V. Birkenbiehl.

Eine klare Vision gibt uns Richtung, sie motiviert, zieht an, vereinfacht, gibt Klarheit und wirkt als Magnet. Die Vision bringt uns Klarheit über unsere Ziele, Entscheidungen die wir zu treffen haben und lässt uns Menschen treffen, die gleiche Visionen haben. Die Vision ist der Anfang von allem und schenkt uns Erfüllung und Sinn in unserem Leben. Eine Vision gibt Kraft, lässt uns bei Rückschlägen aufstehen und uns auf das fokussieren, was für uns wichtig und gut ist. Die Vision ersetzt Regeln, Letplanken, Verbote, hinterfragt alte Glaubenssätze, gibt uns Zeit und Kraft Umwege zu gehen wenn nötig, solange die Vision im Auge bleibt. Die Vision ist immer da, auch wenn sie von vielen Wolken bedeckt ist, sie macht uns Mut und stärkt uns. 

Kennst du deine Vision?

Fakt ist, weniger als 7% aller Menschen haben eine Vision und klare Lebensziele. 93% aller Menschen irren also umher um irgendwann fest zu stellen, dass sie ihr Leben eigentlich ganz anders gelebt hätten, hätten sie gewusst wie. Doch wie finden wir unsere Vision?

Das Stellen von Sinnesfragen ist es was Unternehmen die Transformation ermöglicht. Durch sie hinterfragen wir alles, machen aus Mitarbeiter wieder Menschen die denken und bestimmen können und möchten und Visionen haben und „impact“ also Gutes tun möchten auf dieser Welt.

Menschen einzuladen sich in ihrem Bewusstsein zu entwickeln, ist ein erster Schritt in Richtung Unternehmensentwicklung. Eine Unternehmung ist eine Gruppe von Menschen, die die gleiche Vision teilen, die gleichen Ziele, die sich selbst organisieren zum Wohle von Mensch und Umwelt.

Was für viele abstrakt klingen mag, ist in der Praxis einfach umzusetzen. Wir holen nach, was Elternhaus und Schule über Generationen versäumt hat und nehmen uns Zeit erwachsen zu werden. Wir nehmen uns Zeit, uns und unser Gegenüber besser kennen und verstehen zu lernen. Wir lernen Brücken zu bauen und stellen uns gegenseitig Sinnesfragen. Fragen, die wir als Menschen beantworten. Gemeinsam mit unseren Freunden, Partnern, Kinder, Kollegen, Chefs. Wir reflektieren und erforschen uns selbst als Mensch, unser Gegenüber und uns als Team. Wir finden unsere gemeinsame Unternehmensvision, jeder findet seine Vision und lernen uns gegenseitig auf unseren Lebenswegen, wie auch immer diese aussehen mögen, zu unterstützen. 

Mit den richtigen Impulsen und einfachen Methoden

Wir lernen Ziele klar zu formulieren und diese nicht nur erreichen zu WOLLEN, sondern diese zu erreichen in dem wir wirkungsvolle Techniken nutzen. Techniken wie z.B. dem „zielgerichteten Tagträumen“, dem Visionieren.

Gegenseitiges stärken ist im Fokus, gesunder Menschenverstand und Wohlwollen.

Und wer jetzt sagt, „meine Mitarbeiter können das nicht, die denken zu einfach….“ Falsch. Mensch ist Mensch und Menschen ticken gleich. Alle Menschen haben Bedürfnisse, Wünsche, Talente und Rahmenbedingungen die durch einfache Methoden sichtbar gemacht werden können.

„Der gesunde Mensch möchte Gutes tun und zeigen, was (Tolles) in ihm steckt, - er will sich weiterentwickeln.“

Das Spannende ist: Wo sich nur ein einziger Mensch in einem Team weiterentwickelt, verändert sich das gesamte Team.

Die Welt ist voller….? Vielleicht Entwicklungsmöglichkeiten?