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16.06.2021

Zurück ins Office – Wie Teams wieder zueinander finden

Corona hat die Arbeitswelt durcheinandergewirbelt. Viele Teams mussten innerhalb kürzester Zeit ihr gewohntes Büro mit dem Home Office eintauschen und haben sich über die vielen Monate daran gewöhnt. Nun gilt es, langsam wieder zurück zu kommen und den ehemals gewohnten Alltag wieder aufzunehmen. Doch wollen sie das wirklich? Macht es Sinn, dorthin zurück zu kehren, wo man herkommt? Warum diese Veränderung nicht nutzen, um die Zusammenarbeit zu optimieren, Teambuilding neu zu denken, die Führungskultur anzupassen und den Kundenfokus für alle zu schärfen?

Dass ein unmotiviertes Team ein Unternehmen horrende Summen kosten kann, wurde mir erst letzte Woche vorgerechnet. Ein Team von 5 Personen kostet, so die eigenen Berechnungen von Peter, GF einer Umzugsfirma bei Karlsruhe, täglich €300. Nicht viel auf den ersten Blick. Auf den zweiten jedoch, beläuft sich diese Summe auf €27.000 pro Jahr, die für Ausfallzeiten, Fehler und allgemeine Ineffizienz draufgehen.

Verbindung herstellen – füreinander anstatt gegeneinander

„Wir brauchen keinen Team-Workshop wir sind ja nicht mal ein Team“, so eine frustrierte Mitarbeiterin zum Chef. Die Zeit der Isolation hat viele Teams auseinandergerissen. Die Menschen haben sich entfremdet, Kommunikation hat kaum und wenn, dann nur auf sachlicher Ebene stattgefunden. Das spiegeln auch die Zahlen des letzten Jahres wieder: Steigende Fluktuation in 2020, in einigen Unternehmen sogar verdoppelt. Warum? Weil es vielen Menschen bei der Arbeit nicht um die Arbeit geht, sondern um das Team. Vielen geht es darum, ihre Kollegen zu unterstützen, gemeinsam in einen Flow zu kommen, zusammen Probleme zu lösen und miteinander Ziele zu erreichen. Das hat wenig mit der eigentlichen Arbeit zu tun, sondern viel mehr mit der Verbindung zueinander.

Ubuntu die Philosophie der Verbundenheit

Erfolgreiche Teams glänzen durch Verbundenheit. Die Gewissheit, dass ein Team viel mehr ist als die Summe der Einzelnen und das Leben in Verbindung hat einen Namen: Ubuntu.
Der Begriff Ubuntu stammt aus den Bantusprachen und bedeutet "Nächstenliebe, Gemeinsinn, Menschlichkeit". Der Kerngedanke dieser Weltanschauung ist, den einzelnen Menschen als unverzichtbaren Anteil der Gemeinschaft zu begreifen, der wiederum seinen Sinn des Lebens durch die Einbindung in diese bezieht. Jedes Individuum spielt eine einzigartige Rolle im Gesamtzusammenhang und trägt bei allem, was es tut oder entscheidet, nicht nur Verantwortung für sich selbst, sondern auch für andere. Die Gemeinschaft ist im Gegenzug dazu da, jedem Einzelnen einen Platz zu bieten und ihn dabei zu unterstützen, diesen zu finden.

Routinen und Abläufe hinterfragen

Teams müssen sich erst wiederfinden bevor sie loslegen können. Darum macht es Sinn, sich vor dem eigentlichen Zurückkommen zusammen zu setzen und die zukünftige Art der Zusammenarbeit zu besprechen und festzulegen. Jeder einzelne Mitarbeiter hat eine genaue Vorstellung wie er arbeiten möchte und wie nicht. Dies durch geeignete Fragestellungen wie 
  • Was macht für mich ein gutes Team aus?
  • Welche Rollen in einem Team übernehme ich?
  • Wie kommuniziert ein Team für mich am effizientesten?
  • Was bedeutet für mich Teamspirit?
  • Was trage ich persönlich zum Gelingen eines Teams bei?

vorab auf einem Worksheet herauszufinden, im Team zu teilen und für eine geeignete Zusammenarbeit zu nutzen, schafft nicht nur Verbindung im Team, sondern auch Verbindung zum Arbeitgeber und erhöht die Motivation. Das Motto lautet hier:

„Zurück ja, aber nicht dorthin wo wir herkommen.“

Die Führungskultur gehört angepasst

„Home Office war für unser Geschäftsführer vor Corona ein no-go. Nun ist es nicht mehr wegzudenken. Unsere Mitarbeiter haben bewiesen, dass sie auch im Home Office selbstorganisiert und zur Höchstleistung fähig sind – wir hatten noch nie solche Gewinne wie im letzten Jahr“.
Menschen heutzutage können selber denken und brauchen keinen mehr, der sie überwacht und sie delegiert und antreibt. Das haben viele Teams bewiesen. Wozu braucht es dann noch eine Führungskraft? Um Visionen zu entwickeln, um Menschen zu verbinden und Teams zu fördern, um Raum zu geben und um Ideen zu entwickeln. Führungskräfte müssen sich komplett neu erfinden.

Dass Führung im New Work Teamsache ist, wird mehr und mehr klar. Warum also nicht auch gleich das Thema Führung für den Teamworkshop mit aufnehmen? Auch hier können Fragen wie
  • Was ist für mich Führung?
  • Wie und von wem lasse ich mich gerne führen?
  • Wozu dient bei uns Führung?
  • Welche Eigenschaften fachlich wie persönlich macht für mich eine gute Führungskraft aus?
  • Was trage ich dazu bei, dass Führung funktioniert?

allgemeine Klarheit schaffen und das Team verbinden und weiterbringen.

Aber Achtung: Diese Fragen sollten nicht vom Chef gefragt werden. Die Antworten würden, wenn sie überhaupt kommen, eher einseitig ausfallen. Wer authentische Antworten und Resultate wünscht, sollte diese Themen von einem externen Experten moderieren lassen.

„Corona ist wie eine Lupe: Was davor schon nicht funktioniert hat, ist nun völlig kaputt und was davor gut war, ist jetzt noch besser.“

Offen, transparent, kundenorientiert

Bottom up heißt die neue Haltung: Wer Begeisterung, intrinsische Motivation und emotionale Bindung wünscht, der sollte den fragen, um den es geht. Ob Mitarbeiter oder Kunde, ihre Antworten zählen.
Das hat nichts mit verwöhnen zu tun, sondern mit Engagement, Verantwortungsübernahme, Empowerment und Teilhaben lassen. Denn, wer über die Köpfe seiner Mitarbeiter oder Kunden hinweg entscheidet – und wenn die Entscheidungen noch so gut gemeint sind – verliert diese auf lange Sicht.

Der externe Moderator als Brückenbauer

„Wenn du es eilig hast, gehe langsam“, so der Rat von Lothar Sweiwert.
Um effizienter voranzukommen, ist es sinnvoll, innezuhalten um gemeinsam Wege einer verbesserten Zusammenarbeit zu suchen. Nutze die anstehende Veränderung von „back to the office“ zu deinen und euren Gunsten und läute eine neue Ära der Teamarbeit, der Führungskultur und einer effizienteren und kundenorientierteren Arbeit ein.
Es kann sinnvoll sein, dir und deinem Team hierfür einen externen Moderator zu gönnen. Denn die gleichen Worte klingen aus dem Mund eines neutralen Moderators ganz anders als wenn sie aus dem Mund des Chefs kommen. Mache es dir nicht unnötig schwer und lasse dich und dein Team durch wirkungsvolle Fragen, durch gezieltes Hinterfragen, durch gemeinsames Analysieren und durch spannende Impulse in den optimalen Flow von New Work durch New Mindset bringen.

Fazit

Wie derzeit in der EM gut sichtbar ist: Ein effizientes und zielorientiertes Team zeichnet sich durch Verbundenheit aus. Die Haltung von Ubuntu ist für immer mehr Teams ein realistisches und erstrebenswertes Ziel um wirkungsvoll zusammen zu arbeiten.
Unternehmen sollten darum die derzeitige Herausforderung „zurück ins Office“ nutzen, um ganz im bottom-up Stil ihre Mitarbeiter nach ihrer Meinung zu fragen, gemeinsam Lösungen und Wege zu finden und gemeinsam Werte und Leitlinien zu erstellen, nach denen sich alle richten können.
Durch einen Teamworkshop mit Blick auf eine verbesserte Zusammenarbeit, wird die Freude auf die Rückkehr gesteigert und die Teamentwicklung läuft nicht rückwärts, sondern ist Zukunft gerichtet. Moderiert durch einen externen Experten ist das der erste Schritt in eine neue Ära der agilen Zusammenarbeit.

Und jetzt?

Das macht für Dich durchaus Sinn? Dann lasse uns telefonieren und die Möglichkeiten einer Workshopmoderation für Dein Team und Eure individuellen Themen besprechen. Wir freuen uns auf Dich!
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