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02.09.2021

Hast du noch oder bist du schon? – Businesstransformation inside out

Von Linda Theurer
OrganisationFührung

Ein Unternehmen erfolgreich zu führen, in Zeiten der ständigen Veränderung, verlangt viel ab besonders von Führungskräften. Woran sich festhalten, wenn es keine Stabilität gibt? Meine Recherche zeigt, nur Unternehmer, die vom Haben-Denken zum Sein-Denken transformieren, haben eine echte Chance. Diese überleben nicht nur, sie finden für sich einen ganz neuen, entspannten Weg zu führen und ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu leben. In diesem Blogbeitrag zeige ich dir, was es für ein „New Mindset“ braucht und wie du heute schon mit deiner inneren Transformation beginnen kannst.
Achtung: Die beschriebenen Übungen werden dich komplett verändern! Am besten, du warnst deine Mitmenschen gleich vor!

Vom äußeren Glitzern zum inneren Strahlen

Schluss mit „mehr Schein als Sein“. Wer weiterhin auf Äußerlichkeiten setzt, wird weder von Kunden noch von Mitarbeitern ernst genommen – höchstens ausgenutzt. Der Mensch hat sich weiterentwickelt und wählt sowohl Unternehmen als auch Arbeitgeber anhand von neuen Kriterien.
Welche sind das? Da wären Authentizität, Nachhaltigkeit und die guten alten Werte. Wer mit möglichst kleinem Aufwand zu möglichst viel Geld kommen will, hat langfristig schlechte Karten. Das ist nicht die Denke, die wir von herkömmlichen Unternehmen kennen. Darum „sterben“ gerade so viele. Nicht nur wegen illoyalen Kunden, starken Mitbewerbern oder Krisen, sondern viel mehr wegen Mitarbeitermangel. Nicht der Kunde ist mehr der König, nein der Mitarbeiter ist es und der hat keine Lust mehr, Schmerzensgeld für seine Lebenszeit zu bekommen.
Nur Unternehmer, die verstanden haben, dass echte Werte und eine gemeinsame Vision seine Traummitarbeiter und Kunden binden, haben eine Chance auf dem Markt der Zukunft. Doch wie geht das?

Transformation in a nutshell

Berater engagiert, Workshop gemacht, Werte erarbeitet, im Rahmen aufgehängt und gut? Bei Weitem nicht! Noch immer verstauben „Unsere Werte, unsere Philosophie, unsere Mission“  Einrahmungen an den Wänden von Meetingräumen, Eingangshallen und Empfängen. Auf Nachfragen hin, kennen diese weder die Mitarbeiter, noch werden sie gelebt. Die Zeiten von Kulturwandel durch Change-Management sind vorbei. Es hat sich viel verändert – heute sprechen wir von Transformation.

Doch ist Tranformation nicht nur ein anderes Wort für Change?  Also ein weiteres dieser Buzzwords aus der VUKA-Welt?  Nicht bei uns. Wir verstehen unter Transformation die Umkehrung aller Gewohnheiten und Routinen.

So wird aus:

  • Top Down → Bottom Up
  • Hierarchien → Communities
  • Mitarbeiter → Menschen
  • Stellen → Rollen
  • Geschlossen → Offen
  • Kommunikation → Konversation
  • Statisch → Agil
  • Prozess orientiert → Ergebnis orientiert
  • Effizienz→ Effektiv
  • Standardisierung → Flexibilisierung
  • Automatisierung → Individualisierung
  •  … 

Die Erfahrung zeigt, nur durch Transformation haben Unternehmen eine echte Chance in der Zukunft. Doch welches Mindset liegt der Transformation zu Grunde? Und wie verändert man das Mindset eines ganzen Unternehmens? Geht das überhaupt? Ich sage ganz klar ja!

Kulturwandel durch Selbstreflexion

Seien wir ehrlich, ein Unternehmen und seine Kultur innerhalb von wenigen Wochen zu verändern, ja tiefgreifend zu entwickeln ist nicht leicht. – Stimmt. Versuchen wir durch die gewohnten Methoden und dem Drehen von „Stellschrauben“ die Kultur zu verändern, erreichen wir mit viel Aufwand  Nervenverschleiß, Kämpfen, Widerständen, Beraterkosten und Ressourcenaufwand  wenig. Meist endet die erreichte Veränderung nach dem Verklingen des ersten Hypes in höchster Demotivation und Frust. Effizient ist das nicht.

So habe ich auf der Suche nach wirkungsvollen Transformationsmethoden herausgefunden, dass anhaltende Entwicklung im Innersten – dem Bewusstsein der Menschen geschehen muss. Hat man sich bisher auf Prozesse, Methoden, Abläufe und Routinen konzentriert, so fokussieren wir uns heute auf Werte, Glaubenssätze, Ängste, Visionen, Bedürfnisse und Ziele. Und wer hätte es gedacht! Menschen lieben es, sich mit sich selbst auseinander zu setzen. Menschen möchten „sich selbst finden“ und haben den inneren Drang zur Entwicklung. Nicht für ein Unternehmen oder den Chef, sondern für sich selbst.

Bei Fragen wie – 

  • was macht dich wirklich glücklich?
  • was möchtest du deinen Kindern mitgeben?
  • was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielt?
  • was sind deine Bedürfnisse und wie reagierst du, wenn diese nicht erfüllt sind?

– gehen Menschen, Teams und Unternehmen auf Entdeckungsreise: nach dem Ich, dem Du und dem Wir. Durch Reflexion und einfachen Methoden zur Bewusstseinsentwicklung erfinden sich so in kürzester Zeit komplett neue Teams, neue Kulturen und neue, transformierte Organisationen. 

Hast du noch, oder bist du schon?

Und die Chefs? Auf der Entwicklungsreise stehen Führungskräfte im besonders hellem Licht. Sind sie es doch, die Vorbilder und die Rolle des Servant Leaders, für sich definieren und ihre Teams unterstützen dürfen, sich weiterzuentwickeln. Damit Chefs ihre neue Rolle selbst erschaffen können, werden sie von Experten wie Servant Leaderschip Coach Katrijn van Oudheusden begleitet. In unserer gemeinsamen Podcast-Folge gibt sie erste wertvolle Insights und einfache Übungen zu ihrer Arbeit.
Denn, soviel steht fest, Organisationsentwicklung ohne Bewusstseinsentwicklung ist eine Sackgasse. Das Verständnis im Sein ist hier ein wichtiger Entwicklungsschritt. 

Denn ob du – 

  • ein Unternehmen hast oder Unternehmer bist
  • Autorität hast oder eine Autorität bist
  • einen Partner hast oder ein Partner bist
  • Mitarbeiter hast oder ein Mitarbeiter (für deine Mitarbeiter) bist
  • Erfolg hast oder erfolgreich bist
– macht einen gewaltigen Unterschied: Es macht dich vom Opfer zum Täter, vom Passiven zum Aktiven, du kannst aufhören, dein Haben zu verteidigen und beginnst im Sein zu erblühen, du hältst nicht mehr fest, du befreist dich,  für Neues, für die Zukunft und für Entwicklung.

Wie Eckhart Tolle sagt: „Du hast kein Leben – du bist Leben!“

Bewusstsein erweitern für Anfänger

Was du heute schon tun kannst, um dich für eure bevorstehende Unternehmens-Transformation vorzubereiten, zeige ich im Artikel Warum Selbstliebe der Anfang von Organisationsentwicklung ist. Hier gehe ich auf die drei universalen Gesetze der Anziehung, der Resonanz und der Kraft der Weisheit ein und zeige einfache Beispiele zur Selbstreflexion. Denn Selbstliebe ist der Anfang aller (positiven) Veränderung. So wird auch im Buch „The Kindness Pact“ des Glücks-Experten Domonique Bertolucci, beschrieben, dass folgende acht Versprechen an dich selbst genügen, um dein Leben auf ein höheres Glücks-Level zu heben und deine Selbstliebe zu stärken:

1. Akzeptiere deine Fehler – „Ich bin perfekt, unperfekt.“
2. Gib immer dein Bestes – „Ich gebe immer mein Bestes und mein Bestes ist immer gut genug.“
3. Höre auf, dich zu vergleichen – „Ich habe keine Notwendigkeit, mich als mehr oder weniger als alle anderen zu sehen.“
4. Glaube an dein Potenzial – „Ich bin voll und ganz davon überzeugt, dass mein Leben glücklich und lohnenswert ist.“
5. Bringe deinen inneren Kritiker zum Schweigen – „Ich lasse nur Gedanken zu, die unterstützend und stärkend sind.“
6. Fordere dich heraus – „Ich bin mutig und gewillt aus meiner Komfortzone zu treten.“
7. Höre auf, Ausreden zu finden – „Ich übernehme die volle Verantwortung dafür, wer ich bin und das Leben, das ich führe.“
8. Liebe dich selbst – „Ich werde mir selbst stets mit Liebe und Respekt begegnen.“ 

Kannst du dir diese acht Versprechen geben? Versuche, diese wie Affirmationen zu verinnerlichen und deinen nächsten Tag danach auszurichten. Was hat sich verändert? Was ist dir aufgefallen? Ist deinen Mitmenschen etwas aufgefallen? Was ist dir ganz leicht gefallen und was war richtig schwer?
Lass uns an deinen Erfahrungen teilhaben und schreibe sie uns.

Fazit

Unternehmensführung geht heute anders: viel leichter, entspannter, agiler und in Verbundenheit mit dir, deinen Mitarbeitern und Kunden. Damit das gelingt, braucht es ein neues Mindset, welches nur durch die Entwicklung des Bewusstseins entstehen kann. Viele meiner Kunden haben sich mit ihren Teams auf diese innere und äußere Reise gewagt und arbeiten nun nicht mehr ("Arbeit" lt. Duden, Mühsal, Plage, Last), sondern wirken mittlerweile in Teams, die keinen Manager mehr brauchen, sondern die von einem „Servant Leader“ unterstützt werden.

Wann immer dir deine Rolle als Führungskraft verkrampft, anstrengend oder wirkungslos erscheint, gibt es neue Wege, die ich dir zeigen möchte. Für den Anfang – beginne mit dir und der Stärkung der Selbstliebe und mache dich auf große Veränderungen gefasst.